Zurück zu allen Artikeln
    Nachhaltigkeit·6 Min Lesezeit·

    Der Business Case der Kreislaufwirtschaft in der Kunststoffverarbeitung

    Jenseits von ESG-Marketing — warum der Wechsel zu Recyclingmaterial zur Margen- und Risikoentscheidung wird.

    Der Business Case der Kreislaufwirtschaft in der Kunststoffverarbeitung

    Kreislaufwirtschaft war ein Jahrzehnt lang Slogan. 2026 ist sie ein CFO-Thema.

    Preisuntergrenze

    Neu-Polymer folgt dem Ölpreis. ±40% in 18 Monaten. Recyclingmaterial folgt eher den Verarbeitungskosten.

    Versorgungssicherheit

    Neu-HDPE in Europa wird knapper. Recyceltes PolyAl ist durch Kartonverbrauch (~950 kt/Jahr) gedeckelt, größtenteils noch auf Deponie.

    Kundennachfrage

    Große OEMs kaskadieren ihre Rezyklat-Verpflichtungen.

    Capex

    Null. PolyAl läuft auf bestehenden Linien.

    Die Zahlen

    5.000-t/Jahr-Verarbeiter mit 30% Umstellung: ~150 k€/Jahr Rohstoffersparnis, ~2.000 t CO₂/Jahr, eine ESG-Kategorie abgedeckt, kein Capex.

    Häufig gestellte Fragen

    Ist PolyAl immer günstiger als Neu-HDPE?

    +

    Nicht immer pro kg, aber die Gesamtkosten — Preisstabilität, ESG, Beschaffungsvorzug — fallen zunehmend positiv aus.

    Wie senkt es Preisvolatilität?

    +

    Das Feedstock (Kartons) ist von Öl/Gas entkoppelt; geringere Schwankungen bei Energieshocks.

    Welche ESG-Rahmen erkennen PolyAl an?

    +

    GHG Protocol Scope 3, CSRD/ESRS E1 und E5 sowie EU-GPP.