Regulierung & ESG·7 Min Lesezeit·
Europäische PolyAl-Recyclingkapazität 2026: Stand und Ausblick
40 Mio. € Investition der Kartonindustrie, Palurec-Erweiterung, neue Linien in Italien und Spanien — Momentaufnahme der europäischen PolyAl-Kapazität und Ausblick auf 2030.

2024 war ein Wendepunkt für die europäische PolyAl-Recyclingkapazität.
Die Branchenankündigung 2024 Im Februar 2024 kündigte die Kartonindustrie Investitionen für **+40.000 t/Jahr** PolyAl-Kapazität in Europa an (4 Mrd. Kartons). Kapital für Spanien, Italien und Deutschland.
Kapazität nach Betreiber (2026) Palurec (DE, eröffnet April 2021, 2024 erweitert), Plastigram (CZ, Sokolov-Linie, aluLDPE), Recon Polymers (NL, Engineering-Composites), GetPolyal (ES, nach UNE 53925:2026 hergestelltes Granulat), neue italienische Betreiber.
Gesamte Nennkapazität im Bereich Zehntausender t/Jahr (2026), angekündigte Erweiterungen bringen die Zahl bis Ende der Dekade auf >100.000 t/Jahr.
Nachfrage vs Angebot Europäische Papiermühlen erzeugen ~240.000 t/Jahr PolyAl-Reststoff. Selbst mit dieser Erweiterung deckt die dedizierte Kapazität nur einen Bruchteil. Für 70% Recyclingziel 2030 muss die Kapazität **verdreifacht** werden.
Treiber PPWR (Quoten ab 2030), freiwillige Scope-3-Ziele (~1,6 t CO₂eq/t Einsparung vs Neu-HDPE), EU-GPP.
Zu beobachten Neue Anbieter in Italien/Spanien/Polen/Frankreich, CEN-Normierung über UNE 53925:2026 hinaus, Closed-Loop-Pilotprojekte.
Für europäische Käufer ist dies die Dekade, in der PolyAl von „Alternative" zu „Hauptbeschaffungsoption" wird.
