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    Nachhaltigkeit·8 Min Lesezeit·

    Vom Abfall zum Rohstoff: kurze Geschichte des Getränkekarton-Recyclings

    Wie der Aseptikkarton von einer schwedischen Erfindung der 50er zu 51 % europäischer Recyclingquote wurde.

    Vom Abfall zum Rohstoff: kurze Geschichte des Getränkekarton-Recyclings

    Der aseptische Getränkekarton wurde in den 1950er- und 1960er-Jahren in Schweden entwickelt, um Milch und Saft ohne Kühlung haltbar zu machen. 1990 Milliarden Stück, fast alle auf Deponie.

    Erste Welle: Papier (90er)

    ~75 % hochwertige Langfaser. Stora Enso, Saica, Smurfit Kappa, Lucart akzeptierten Kartons.

    Das Reject-Problem (2000–2015)

    PE-Aluminium-Schlamm = PolyAl → Zementwerk/Energie.

    PolyAl-Durchbruch (2015–2024)

    • Mech. Compoundierung: Recon Polymers (NL), GetPolyal-Netzwerk (ES), Plastigram (CZ)
    • Mech. Trennung: Werk in Hürth (D), getragen von den führenden Kartonherstellern
    • Pyrolyse/chemisch

    Zahlen 2026

    • ~950.000 t/Jahr EU
    • 51 % 2019 recycelt, Ziel 70 % bis 2030
    • ~240.000 t/Jahr PolyAl-Potenzial; ~80.000 t/Jahr verarbeitet

    Ausblick

    Neue Werke in ES, IT, FR, PL. PPWR-Quoten. Lösungsmittelrouten für Lebensmittelkontakt bis 2030.