Warum recyceltes PolyAl Neu-HDPE bei Industriepaletten schlägt
Direkter Vergleich in Kosten, CO₂ und mechanischer Leistung für Palettenhersteller.

Kunststoffpaletten haben das Logistikrennen leise gewonnen. Sie halten länger als Holz, vertragen Waschvorgänge ohne zu faulen und tragen konstante Lasten in automatisierter Handhabung. Die Frage für Hersteller im Jahr 2026 lautet nicht mehr, *ob* Kunststoff — sondern *welcher*.
Der Fall für recyceltes PolyAl
PolyAl-Granulate werden aus Polyethylen hergestellt, das aus Getränkekartons zurückgewonnen wird, mit einer natürlichen Aluminiumladung für Steifigkeit. Für eine Palette bedeutet das Maßhaltigkeit nahe Neu-HDPE, mit einem Bruchteil der eingebetteten CO₂-Belastung.
Drei Gründe für den Umstieg:
- CO₂-Kosten. Jede Tonne Neu-HDPE trägt rund 1,8 t CO₂-Äq. Recycelte Granulate senken das um über 70%.
- Stabile Versorgung. Polylaminierte Abfallströme sind in Europa reichlich vorhanden — 720.000 Tonnen jährlich.
- Regulatorischer Rückenwind. PPWR und nationale Mehrwegvorgaben belohnen Rezyklatanteil.
Und die Leistung?
Die ehrliche Antwort: PolyAl ist kein Drop-in-Ersatz für jede Spezifikation. Zugfestigkeit liegt bei 10–15 MPa — ausreichend für die Mehrheit der Palettendesigns. Stark ist die Vicat-Temperatur (90–100 °C) und die Chemikalienbeständigkeit.
Fazit
Wer Paletten herstellt und kein 13%-aluminiumgefülltes recyceltes PE getestet hat, lässt Marge und ESG-Punkte liegen.
